Die zentrale Rolle des Projektmanagements bei Offshore-Wind

Regionaldirektor für das Vereinigte Königreich und Irland, René Damgaard Hansen, teilt seine Perspektive

Der britische Offshore-Windsektor ist einer der weltweit führenden Märkte mit sieben derzeit in schottischen Gewässern betriebenen Windparks, die eine Gesamtkapazität von 1,9 GW erzeugen. Irland entwickelt sich unterdessen zu einem wichtigen Akteur mit Plänen, bis 2050 eine Offshore-Windkapazität von mindestens 37 GW zu schaffen.

Da neue Felder in Betrieb genommen werden und ältere Windparks ausreifen, ist die Ausbalancierung von technischem Risiko, Lieferkettensicherheit und sich entwickelnden Sicherheitserwartungen für den Erfolg des Sektors entscheidend. Gleichzeitig ist die Einhaltung von Zeitplänen und Budgets bei Projekten nicht mehr nur eine Frage der technischen Leistungsfähigkeit, sondern hängt vom ersten Tag an vom richtigen Projektmanagementansatz ab.

Eine zentrale Herausforderung beim Ausbau der Offshore-Windenergie in der UKIE ist die Kombination aus unvorhersehbaren Wetterbedingungen, komplexer Logistik und einer Projektpipeline, die sich noch in der Entwicklungsphase befindet. Enge Installationsfenster und begrenzte Hafenkapazitäten bedeuten, dass Verzögerungen bei wichtigen Komponenten oder Werkzeugen die engen Zeitpläne schnell in Gefahr bringen können. Im Gegensatz zu ausgereifteren Regionen erschwert das Fehlen einer beständigen Projektpipeline die Bindung erfahrener lokaler Arbeitskräfte, was wiederum den Wert von Projektmanagern erhöht, die die Verfügbarkeit von Arbeitskräften einplanen und gleichzeitig die Erwartungen hinsichtlich lokaler Beteiligung erfüllen können. Erfahrungen aus anderen Regionen unterstreichen den Wert eines frühzeitigen Risikomanagements, standardisierter Prozesse und einer starken lokalen Präsenz. So betragen beispielsweise die wetterbedingten Ausfallzeiten in Dänemark über einen Zeitraum von 12 Monaten durchschnittlich 30% und steigen im Winter auf bis zu 60% an, sodass Projekte dies bereits in frühen Planungsphasen berücksichtigen müssen.

 

Die Optimierung der Lieferkette

Während eines kürzlichen Projekts haben wir hautnah erfahren, wie schnell Logistik- und Komponentenverzögerungen selbst die besten Pläne über den Haufen werfen können. Lieferengpässe bei großen Komponenten und Spezialausrüstungen stellten eine echte Herausforderung dar. Es gelang uns, die Auswirkungen dieser Probleme zu minimieren, indem wir proaktiv in die Lieferkette eingriffen, regelmäßige Lieferupdates erhielten, die Aktivitäten vor Ort neu sequenzierten und Logistikpartner von Anfang an in den Planungsprozess einbezogen. Klare Schnittstellen, realistische Meilensteine und transparente Kommunikation zwischen den verschiedenen Projektpartnern können dazu beitragen, dass Verzögerungen durch Notfallpläne abgemildert werden können, anstatt zu kritischen Ausfällen zu werden. Da operative Daten größtenteils von OEMs kontrolliert werden, verlassen sich Projektmanager oft auf pragmatische Werkzeuge wie Risikoregister und Lessons Learned anstelle von KI-gesteuerten Erkenntnissen. Regelmäßiges Überprüfen von Risiken und Chancen, während man...

Unbenutzte Rücklagen wieder in das Projekt zurückfließen zu lassen, sobald bestimmte Risiken vorüber sind, ist das Markenzeichen eines reifen und professionellen Projektmanagementteams.

 

Wie Sicherheit, Regulierung und Kompetenz ein Projekt zum Erfolg oder Misserfolg führen können

Das HSE- und regulatorische Umfeld im Vereinigten Königreich und in Irland fügt Dienstleistern eine weitere Komplexitätsebene hinzu, die für unerwartete Schwierigkeiten sorgen kann, wenn man nicht darauf vorbereitet ist. Beispielsweise erhöht die häufigere Neuzertifizierung von Hebe- und Sicherheitseinrichtungen die Verwaltungsbelastung und die Kosten. Im Vergleich zu anderen Ländern, die eine 12-monatige Frist für die Neuzertifizierung einhalten, verlangt das Vereinigte Königreich, dass die meisten Geräte alle sechs Monate neu zertifiziert werden. Sobald diese Regeln jedoch richtig verstanden und in den Planungsprozess integriert sind, sind sie durchaus beherrschbar.

Die zunehmende Übernahme von Regeln zur Sicherheit von Windkraftanlagen, ursprünglich eine britische Anforderung, die sich mittlerweile bis nach Taiwan erstreckt, formalisiert die Erwartungen an die Kompetenz weiter. Techniker müssen ihre Eignung für bestimmte Rollen durch gezielte Schulungen und Auswahlgespräche nachweisen, Projektmanager müssen sicherstellen, dass nur entsprechend autorisiertes Personal eingesetzt wird. Dies verschiebt das Projektmanagement von der reinen Besetzung von Stellen hin zum aktiven Management von Kompetenzen, Nachfolgeregelungen und Mentoringteams.

In ganz Europa gibt nachhaltige politische Unterstützung für die Windenergie den Zulieferern das Vertrauen, langfristig in den Sektor zu investieren. Insbesondere in der Region UKIE bedeutet das schnelle Veränderungstempo, dass Projektmanager ständig neue Anforderungen interpretieren, potenzielle politische Verzögerungen navigieren und Flexibilität wahren müssen, ohne an Schwung zu verlieren.

Die breite Erfahrung und das Fachwissen von FairWind im Projektmanagement, kombiniert mit unseren fundierten Kenntnissen des Vereinigten Königreichs und Irlands, geben unseren Kunden die volle Gewissheit einer erfolgreichen Lieferung in allen Phasen des Lebenszyklus von Windkraftanlagen. Wenn wir Sie bei der Projektabwicklung unterstützen können, kontaktieren Sie uns. mail@fairwind.com um heute mit unserem Team zu sprechen.

Teilen Sie den Beitrag:

Verwandte Beiträge